Erwachsene Hunde vom Züchter ?
Böser Züchter / Guter Züchter ???

Als Einleitung möchte ich hier ausführen, warum ich mich zu diesem Artikel entschlossen habe.

Früher – ich gebe es offen zu - war ich der Meinung, „oh dieser schlechte Züchter, der einfach seine ausgediente Zuchthündin/Rüden verkauft“.

Mittlerweile lebten bzw. leben bei uns Akira, Pumila Dayana, Dana, Chunga und Osiris, alles Chi-Hündinnen, die vorher in der Zucht eingesetzt waren.

Dies hat dazu geführt, dass sich meine Meinung grundlegend geändert hat.

Einen weiteren Ausschlag gab das Gespräch mit einer Chihuahua-Züchterin (sie züchtet selber in sehr kleinem Rahmen und hat daher noch nie eine Hündin abgegeben). Sie hatte die gleiche Meinung wie ich früher, nach der Bekanntschaft mit uns und unseren Hunden gab sie zu, dank dieser Begegnungen ihre Meinung geändert zu haben, weil sie bemerkte, wie wohl sich unsere Lauser fühlen und sich die erwachsenen sehr gut eingelebt und integriert haben.

Halten wir uns einmal vor Augen, dass ein Züchter ca. 5-15 Hunde oder mehr in seinem Rudel hält. Dazu kommen die jeweiligen Welpen. Der eine oder andere vielversprechende Welpe verbleibt im Rudel, um evtl. später als Zuchthund eingesetzt zu werden.

Jeder Züchter muss ab und an frisches Blut einfliessen lassen, d. h. er kauft eine Hündin oder einen Rüden zu. Dadurch vergrössert sich natürlich das Rudel, d. h. würde jeder Hund im Rudel verbleiben, wäre irgendwann eine unüberschaubare Anzahl Hunde vorhanden, wobei wir dann wohl kaum noch von artgerechter, liebevoller Haltung für alle sprechen können (s. Birkengrund).

Der Züchter hat nun zwei Möglichkeiten:

  • · die nicht mehr zur Zucht einsetzbaren Hunde verbleiben im Rudel (werden evtl. kastriert)
  • · er sucht für den jeweiligen Hund ein neues Heim
  • Fragen wir uns nun folgendes:
    Was ist gut daran, wenn das Rudel immer grösser wird ?
    Geht es dem einen oder anderen Hund nicht besser in einem kleinen Rudel oder sogar als Einzelhund?
    Ist es nicht u. U. falsch verstandene Liebe, jeden Hund zu behalten ?
  • Das ein Züchter einen Hund verkauft, muß meiner Meinung nach nicht heissen, dass er seine Hunde nicht liebt.

    Wichtig finde ich persönlich, es muß der richtige Käufer für den jeweiligen Hund gefunden werden, mehr noch als bei einem Welpen. Ein erwachsener Hund hat bereits eine Vorgeschichte, fest eingefahrene Verhaltensweisen, ist also nicht mehr so zu prägen, wie ein Welpe, darauf muß sich der Käufer einlassen und dies akzeptieren.

    Auch für den Käufer gibt es viele Vorteile. Nicht jeder möchte einen Welpen, so schön es ist einen Welpen gross zu ziehen, es ist auch mit sehr viel Verantwortung verbunden. Ich persönlich finde es herrlich, mitzuerleben, wie sich ein erwachsener Hund auf „seine“ neuen Menschen, Umgebung usw. einstellt, ein liebevolles Verhältnis aufbaut.

    Nochmals, ich rede hier nicht von Massenzüchtern /Vermehrern, die ihre Hunde als Gebärmaschine benutzen und dann noch möglichst teuer abschieben.

    Ich rede von seriösen Züchtern, die sich wohlüberlegt von einem Hund trennen und den richtigen Platz suchen, bzw. abwarten, bis der richtige „Neue Mensch“ kommt.
    Ich möchte die Abgabe von erwachsenen Hunden an einigen Beispielen (von Halter und Züchtern beschrieben) darlegen.

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